Wenn Treue niemals aufgibt

936 wenn treue niemals aufgibtWurden Sie schon einmal als stur bezeichnet? Vermutlich kennen wir alle Situationen, in denen wir hartnäckig an unserer eigenen Meinung festhalten. Meine Frau und ich scherzen manchmal darüber, wer von uns beiden der grössere Dickkopf ist. Wenn ich ehrlich bin, muss ich eingestehen: Ich bin es.

Sturheit wird meist eher negativ wahrgenommen. Oft denken wir dabei an jemanden, der nicht bereit ist, eigene Fehler zuzugeben. Diese Haltung ist problematisch. Gleichzeitig lässt sich Hartnäckigkeit auch von einer positiven Seite betrachten. Sie beschreibt die unbeirrbare Entschlossenheit, an einer Haltung oder Überzeugung festzuhalten und sie nicht vorschnell aufzugeben. Damit verbunden sind Eigenschaften wie Ausdauer, Entschlossenheit, Zielstrebigkeit und Beharrlichkeit.

Wenn ich an meine Frau, meine Kinder und Enkelkinder denke, weiss ich eines mit Gewissheit: Meine Liebe zu ihnen hängt nicht davon ab, was sie tun, fühlen oder sagen. Ich habe mich entschieden, sie zu lieben und an dieser Liebe unbeirrbar festzuhalten. Nichts soll daran etwas ändern.

Aber wie verhält es sich mit Gott? Gibt es etwas oder jemanden, der ihn daran hindern könnte, seine Pläne auszuführen? Können unsere Einstellung, unsere Sturheit oder unsere Sünde den Willen Gottes blockieren?

Die klare Antwort ist: Nein, keineswegs. In der Apostelgeschichte zeigt Gott Petrus in einer Vision, dass sein Plan alle Menschen einschliesst – Juden und Heiden, Sklaven und Freie, Männer und Frauen. Gottes Ziel ist es, alle Menschen in eine Beziehung mit ihm zu bringen: «Dies ist gut und wohlgefällig vor Gott, unserm Heiland, welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen» (1. Tim 2,3-4).

Dieselbe unerschütterliche Entschlossenheit erkenne ich in Gottes Treue. Seine Haltung uns Menschen gegenüber bleibt unverändert. Er hört niemals auf, Sie und mich zu lieben. Gott hält an seiner Liebe fest, und sie behält immer das letzte Wort. Eine der eindrücklichsten Aussagen über diese bleibende Liebe finden wir im Römerbrief:  «Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blösse oder Gefahr oder Schwert? Wie geschrieben steht: Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag; wir sind geachtet wie Schlachtschafe. Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat. Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn» (Röm 8,35–39).

Gottes bedingungslose Liebe schenkt uns Hoffnung, Mut und Kraft, besonders in schweren Zeiten. Zugleich weckt sie in uns die Liebe zu Gott, dem Vater, und seinem Sohn Jesus. Seine Entschlossenheit ist untrennbar mit seiner Treue verbunden: «Was nun? Wenn einige untreu wurden, hebt dann ihre Untreue die Treue Gottes auf?» (Röm 3,3).

Deshalb dürfen wir Gott unser volles Vertrauen schenken. Nichts wird uns jemals von seiner Liebe trennen. Für eine solche unbeirrbare Hingabe lasse ich mich von meiner Frau und meiner Familie gerne zur Verantwortung ziehen. Ich würde einfach lächeln und sie erneut daran erinnern, wie sehr ich sie liebe. Ebenso erinnert uns Gott durch diese Worte aus dem Römerbrief immer wieder daran, dass seine Liebe zu uns niemals aufhört.

Möge dieser Artikel Sie ermutigen und Ihre Seele erfrischen, während wir gemeinsam in der lebendigen Hoffnung wachsen, die uns durch Jesus Christus geschenkt wurde.

von Greg Williams


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