Vom Manna zum wahren Brot

913 vom manna zum wahren brotSeit Jahrtausenden gehört Brot zu den wichtigsten Lebensmitteln. Es sättigt und erhält Menschen am Leben. Ob es aus Weizen, Roggen, Gerste, Hirse, Reis oder sogar aus Kartoffelmehl gebacken wird, für viele ist es bis heute die wichtigste Basisnahrung. In der Synagoge von Kapernaum erklärte Jesus: «Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel. Denn dies ist das Brot Gottes, das vom Himmel kommt und gibt der Welt das Leben. Dies ist das Brot, das vom Himmel gekommen ist. Es ist nicht wie bei den Vätern, die gegessen haben und gestorben sind. Wer dies Brot isst, der wird leben in Ewigkeit» (Joh 6,32-33 und 58).

Das Brot spielte in den zeremoniellen Praktiken des alten Israel eine bedeutende Rolle: «Aber Melchisedek, der König von Salem, trug Brot und Wein heraus. Und er war ein Priester Gottes des Höchsten» (1. Mose 14,18). Nach dem Kampf mit den Kedor-Laomer erfrischte Melchisedek Abrahams Seele mit Brot und Wein und sprach ihm einen besonderen Segen zu. Israeliten assen während dem Auszug aus Ägypten ungesäuertes Brot, weil sie das Land eilig verlassen mussten: «Sie backten aus dem rohen Teig, den sie aus Ägypten mitbrachten, ungesäuerte Brote; denn er war nicht gesäuert, weil sie aus Ägypten weggetrieben wurden und sich nicht länger aufhalten konnten und keine Wegzehrung zubereitet hatten» (2. Mose 12,39).

Das Manna war die Speise des Volkes Gottes in der Wüste. Gott sagte zu Mose: «Siehe, ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen, und das Volk soll hinausgehen und täglich sammeln, was es für den Tag bedarf, dass ich’s prüfe, ob es in meinem Gesetz wandle oder nicht» (2. Mose 16,4).

Für Abraham bedeutete das Brotbrechen mit Melchisedek gelebte menschliche Gemeinschaft. Wenn wir Christen teilhaben an Jesus, dem Brot Gottes, erleben wir nicht nur Verbundenheit untereinander, wir sind auch mit Jesus und mit dem Vater verbunden. Das ungesäuerte Brot Israels erinnert an die Flucht aus Ägypten und an den Start in ein neues Leben. Für Christen ist es der Exodus aus der Sünde und der Eintritt in ein neues Leben im Reich Gottes. Die natürliche Speise, die Gott seinem Volk Israel damals in der Wüste gab, ist ein Vorbild von der geistlichen Speise, die Gott uns heute gibt. Dabei geht es zentral um sein Wort und um die Person seines Sohnes Jesus Christus. Christen freuen sich, dass Jesus, das Brot vom Himmel, unser Leben nährt und bewahrt, bis wir in der Fülle des ewigen Lebens ankommen. Jesus sagt: «Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wer von diesem Brot isst, der wird leben in Ewigkeit» (Joh 6,51).

Gott, der Vater hat uns in Jesus Christus aus der irdischen Welt in eine höhere Ebene erhoben: «Er hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus, damit er in den kommenden Zeiten erzeige den überschwänglichen Reichtum seiner Gnade durch seine Güte gegen uns in Christus Jesus» (Eph 2,6-7). Jesus Christus ist das wahre Brot, das ewiges Leben schenkt.

von Don Mears


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