Maranatha

MaranathaDas aramäische Wort «Maranatha» bedeutet wörtlich übersetzt: «Unser Herr kommt!» oder «Unser Herr komme». Die Gemeinde, in der mein Vater Pastor war, besass ein Konferenzgelände namens «Maranatha Park». Dort begrüssten sich die Besucher während der Osterzeit nicht mit einem einfachen «Hallo», sondern mit dem Wort «Maranatha». Die Lieder, die gesungen wurden, handelten von der Wiederkunft Jesu Christi.
Paulus benutzte das Wort Maranatha, um die Erwartungen der Gläubigen aus Korinth zu wecken: «Das ist mein, des Paulus, handschriftlicher Gruss. Wenn jemand den Herrn Jesus Christus nicht liebt, der sei verflucht! Maranatha!» (1. Korinther 16,21-22 Schlachter Bibel).

An die Thessalonicher schrieb er: «Denn er selbst, der Herr, wird, wenn der Ruf ertönt, wenn die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallen, herabkommen vom Himmel, und die Toten werden in Christus auferstehen zuerst» (1. Thessalonicher 4,16).

Gelegentlich betrachte ich die Wolken am Himmel. Wenn die Sonne von einer Wolke verdeckt wird und diese einen silbernen Rand erhält, ertappe ich mich dabei, wie ich nach einer Person auf einem Pferd Ausschau halte (Offenbarung 19,11-14).

Schnell wird mir dann bewusst, dass es sich um einen Traum und nicht um die Realität handelt. Die Wiederkunft Christi wird keine leise Angelegenheit sein, denn der allmächtige Gott wird mit solcher Kraft in unsere Welt eingreifen, dass es die ganze Menschheit wahrnimmt.

Erlischt unsere Liebe?

Wir werden ständig ermahnt, einander zu lieben. Wir leben in einer Gesellschaft, in der es zuerst um sich selbst geht. Ausschweifendes Geniessen gilt heute als normal, und der Mangel an positiven Beziehungen ist sehr gross: «Weil die Missachtung des Gesetzes überhandnehmen wird, wird die Liebe in vielen erkalten» (Matthäus 24,12).

Der Heilige Geist bewegt uns dazu, feste, tragfähige Beziehungen aufzubauen. Er inspiriert auch die wahren Leiter und Theologen, damit sie uns vom dreieinigen Gott und von der intimen Beziehung erzählen, die er mit uns haben möchte. Diese Liebe ist die Voraussetzung dafür, dass wir uns als Kinder Gottes bedingungslos lieben können.

Es stellt sich die Frage, ob diese Zeit der erlöschenden Liebe untereinander ein Vorzeichen für die baldige Wiederkunft Christi ist. Die Apostel haben die Gemeinde ständig daran erinnert, dass sie für die Wiederkunft Jesu Christi bereit sein soll. Wir warten bis heute auf dieses Ereignis. Einige von uns fragen sich: «Wo bleibt die Verheissung seines Kommens? (2. Petrus 3,4)» Petrus antwortet: «Eins aber sei euch nicht verborgen, ihr Lieben, dass ein Tag vor dem Herrn wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie ein Tag» (2. Petrus 3,8).

Gottes Zeitplan unterscheidet sich von unserem. Er ist geduldig mit uns, weil er will, dass keiner umkommt, sondern alle ihre Sünden bereuen und gerettet werden: «Es wird aber des Herrn Tag kommen wie ein Dieb; dann werden die Himmel zergehen mit grossem Krachen; die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die darauf sind, werden nicht mehr zu finden sein» (2. Petrus 3,10).

Wir sollten stets wachsam sein und erwarten, dass Jesus jederzeit wiederkommt, auch wenn wir möglicherweise 70, 80 oder 90 Jahre in dieser Erwartungshaltung leben. Möglicherweise sterben Sie noch vor seiner Wiederkunft. Dann werden Sie Jesus Christus treffen. Verbringen Sie diese Zwischenzeit mit der Gewissheit der Errettung und dem Wissen, dass Ihnen alle Sünden vergeben wurden. Leben Sie als ein Kind Gottes und denken Sie daran, dass der Herr kommt. Maranatha!

von Eben Jacobs


Komm, Herr Jesus

Wann wird Jesus wiederkommen