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Jesus kennen lernen

161 jesus kennen lernen Oft ist die Rede davon, Jesus kennen zu lernen. Wie man dabei vorzugehen hat, scheint jedoch ein wenig nebulös und schwierig zu sein. Das liegt insbesondere daran, dass wir ihn weder sehen noch von Angesicht zu Angesicht sprechen können. Er ist real. Doch ist er weder sichtbar noch zu ertasten. Auch seine Stimme können wir nicht hören, ausser vielleicht bei seltenen Anlässen. Wie könnten wir dann vorgehen, ihn kennen zu lernen?

In letzter Zeit haben mehr als eine Quelle meine Aufmerksamkeit darauf gerichtet, Jesus in den Evangelien zu suchen und kennen zu lernen. Oft habe ich, wie Sie sicher auch, diese durchgelesen und sogar eine College-Klasse mit der Bezeichnung Harmonie der Evangelien besucht. Doch eine Zeit lang war ich auf andere Bücher konzentriert – hauptsächlich die Briefe von Paulus. Sie waren wunderbar geeignet, jemanden aus dem Legalismus heraus und in die Gnade hinein zu führen.

Als eine Möglichkeit, das neue Jahr zu beginnen, schlug uns unser Pastor vor, das Johannes-Evangelium zu lesen. Als ich es zu lesen begann, beeindruckten mich erneut die Ereignisse des Lebens Jesu, wie sie von Johannes aufgezeichnet wurden. Dann erstellte ich mir aus den ersten 18 Kapiteln eine Liste der Aussagen Jesu darüber, wer und was er ist. Die Liste wurde länger, als ich mir vorgestellt hatte.

Dann bestellte ich mir ein Buch, das ich schon seit einiger Zeit lesen wollte – Just Give Me Jesus [Gib mir einfach Jesus] von Anne Graham Lotz. Es wurde vom Johannesevangelium inspiriert. Auch wenn ich erst einen Teil gelesen habe, gewann ich doch schon einige Einsichten.

In einer der täglichen Andachtssendungen erwähnte der Autor einige Male, dass das Studium der Evangelien ein grossartiger Weg ist, um sich „fortdauernd in das Leben von Christus zu verlieben", (John Fischer, The…

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Komm einfach so wie Du bist!

152 komm einfach so wie du bist

Billy Graham hat oft einen Ausdruck verwendet, um Menschen zu ermutigen, die Erlösung, die wir in Jesus haben, anzunehmen: Er sagte: „Komm einfach so wie Du bist!“ Es ist eine Erinnerung, dass Gott alles sieht: Unser Bestes und Schlechtestes und er liebt uns dennoch. Der Ruf „einfach zu kommen so wie du bist“, ist eine Widerspiegelung der Worte des Apostels Paulus:

„Denn Christus ist schon zu der Zeit, als wir noch schwach waren, für uns Gottlose gestorben. Nun stirbt kaum jemand um eines Gerechten willen; um des Guten willen wagt er vielleicht sein Leben. Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren“ (Römer 5,6-8).

Viele heutige Menschen denken nicht einmal in Begriffen von Sünde. Unsere moderne und postmoderne Generation denkt mehr in Kategorien eines Gefühls der „Leere“, „Hoffnungslosigkeit“ oder „Sinnlosigkeit“, und sie sehen die Ursache ihres inneren Kampfes in einem Gefühl der Minderwertigkeit. Sie mögen versuchen, sich selbst zu lieben als ein Mittel um liebenswert zu werden, aber eher wahrscheinlich als nicht, haben sie das Gefühl, dass sie völlig fertig, gebrochen sind und dass sie nie wieder heil sein werden. Gott definiert uns nicht durch unsere Defizite und unser Versagen; er sieht unser ganzes Leben. Das Schlechte wie das Gute und er liebt uns bedingungslos. Auch wenn es Gott nicht schwerfällt, uns zu lieben, tun wir oft schwer, diese Liebe anzunehmen. Tief im Inneren wissen wir, dass wir dieser Liebe nicht würdig sind.

Im 15. Jahrhundert führte Martin Luther einen schweren Kampf, um ein moralisch vollkommenes Leben zu führen. Er stellte ständig fest, dass er versagte. In seiner Frustration entdeckte er zuletzt die Freiheit in Gottes Gnade. Bis dahin hatte sich Luther mit seinen Sünden…

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