Jesus und die Auferstehung

 

753 jesus und die auferstehungJedes Jahr feiern wir Jesu Auferstehung. Er ist unser Heiland, Retter, Erlöser und unser König. WĂ€hrend wir die Auferstehung Jesu feiern, werden wir an die Verheißung unserer eigenen Auferstehung erinnert. Weil wir im Glauben mit Christus vereint sind, haben wir Anteil an seinem Leben, Tod, Auferstehung und an seiner Herrlichkeit. Das ist unsere IdentitĂ€t in Jesus Christus.

Wir haben Christus als unseren Heiland und Retter angenommen, deshalb ist unser Leben in ihm verborgen. Wir sind bei ihm, wo er war, wo er jetzt ist und wo er in Zukunft sein wird. Bei Jesu zweitem Kommen, werden wir bei ihm sein und mit ihm in seiner Herrlichkeit regieren. Wir haben Anteil an ihm, er teilt mit uns sein Leben, wie es im Abendmahl dargestellt wird.

Diese Art zu sprechen mag heute seltsam klingen. Das wissenschaftliche Weltbild trainiert die Menschen, nach Dingen zu suchen, die mit physikalischen Instrumenten gesehen und gemessen werden können. Paulus spricht von unsichtbaren RealitÀten, von geistlichen Wahrheiten, die jenseits der physischen Untersuchung und Begriffen liegen. Er sagt, dass mehr zu unserer Existenz und mehr zu unserer IdentitÀt gehört, als man mit blossem Auge sehen kann: «Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht» (HebrÀer 11,1).
Obwohl das menschliche Auge nicht sehen kann, wie wir mit Christus begraben wurden, waren wir es in Wirklichkeit. Wir können nicht sehen, wie wir an der Auferstehung Christi teilgenommen haben, aber die RealitĂ€t ist, dass wir in Jesus und mit ihm auferstanden sind. Obwohl wir die Zukunft nicht sehen können, wissen wir, dass sie RealitĂ€t ist. Wir werden auferstehen, mit Jesus regieren, fĂŒr immer mit Christus leben und an seiner Herrlichkeit teilhaben. Christus ist der Erstling und in ihm werden alle lebendig gemacht: «Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden» (1. Korinther 15,22).

Christus ist unser VorlĂ€ufer, und der Beweis dafĂŒr ist, dass sich die Verheißung fĂŒr jeden von uns erfĂŒllt, der mit ihm vereint ist. Die Auferstehung ist in der Tat eine wunderbare Nachricht fĂŒr jeden von uns, ein zentraler Bestandteil der wunderbaren Botschaft des Evangeliums.

Wenn es kein zukĂŒnftiges Leben gibt, dann ist unser Glaube wertlos: «Gibt es keine Auferstehung der Toten, so ist auch Christus nicht auferweckt worden. Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich» (1.Kor 15,13-14). Christus ist tatsĂ€chlich auferstanden. Er regiert jetzt in Herrlichkeit, er wird wiederkommen und wir werden mit ihm in Herrlichkeit leben.

Bitte beachten Sie, dass es einen Preis gibt, der bezahlt werden muss. Wir beteiligen uns auch an den Leiden Jesu Christi. Paulus drĂŒckte es so aus: «Ihn möchte ich erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden und so seinem Tode gleich gestaltet werden, damit ich gelange zur Auferstehung von den Toten» (Philipper 3,10-11).
Paulus ermahnt uns vorwÀrts zu schauen: «Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus. Wie viele nun von uns vollkommen sind, die lasst uns so gesinnt sein» (Philipper 3,13-15).

Unsere Belohnung im Himmel wird fĂŒr uns vorbereitet: «Unser BĂŒrgerrecht aber ist im Himmel; woher wir auch erwarten den Heiland, den Herrn Jesus Christus, der unsern geringen Leib verwandeln wird, dass er gleich werde seinem verherrlichten Leibe nach der Kraft, mit der er sich alle Dinge untertan machen kann» (Philipper 3,20-21).

Wenn der Herr Jesus zurĂŒckkehrt, werden wir auferstehen, um fĂŒr immer bei ihm zu sein – in Herrlichkeit, die wir uns nur ansatzweise vorstellen können. Das Vorantreiben erfordert Geduld. Auf der Überholspur der Schnellstrasse-Gesellschaft, in der wir leben, ist es schwierig, geduldig zu sein. Aber denken wir daran, dass Gottes Geist uns Geduld schenkt, weil er in uns lebt!

Evangelisation entsteht auf natĂŒrlich Weise durch eine Gruppe von treuen, hingebungsvollen, engagierten und dankbaren JĂŒngern. Die Menschen zu sein, zu denen Gott uns berufen hat – BrĂŒder und Schwestern Jesu, gefĂŒhrt und motiviert von seiner Liebe – ist die wichtigste Art und Weise, wie die gute Nachricht verbreitet wird. Es ist weitaus wirksamer fĂŒr die Menschen, Jesus kennen zu lernen und zu sehen, wie er in seinem Volk wirkt. Bloss eine Botschaft von einem Fremden zu hören, ohne anschauliche Darstellung der wahren Macht, die Freude und den Frieden Gottes bringen, ist wenig ĂŒberzeugend. Deshalb betonen wir weiterhin die Notwendigkeit der Liebe Christi unter uns.

Jesus ist auferstanden! Gott hat uns den Sieg gegeben, und wir brauchen nicht das GefĂŒhl zu haben, dass alles verloren ist. Er regiert auf seinem Thron und liebt uns heute so sehr wie eh und je. Er wird sein Werk in uns tun und vollenden. Lasst uns mit Jesus zusammenstehen und darauf vertrauen, dass er uns dazu fĂŒhrt, Gott besser zu kennen, Gott mehr zu lieben und einander mehr zu lieben.

«Gott gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes fĂŒr die Heiligen ist» (Epheser 1,18).

Ihre wahre Belohnung lieber Leser, liebe Leserin liegt jenseits des gegenwĂ€rtigen Augenblicks, aber Sie können die Segnungen des Königreichs jetzt schon immer mehr erfahren, indem Sie Jesus vertrauen und jeder Zeit im Geist mit ihm wandeln. Seine Liebe und GĂŒte wird durch Sie zu allen Ihren Mitmenschen ĂŒberfliessen und Ihre Dankbarkeit ist der Ausdruck Ihrer Liebe zum Vater!

von Joseph Tkach