Wer ist Jesus für Sie?

861 wer ist jesus fuer sieWas verbinden Sie mit dem Namen Jesus? Vielleicht denken Sie an seine Liebe, Güte, Barmherzigkeit und Gnade. Vielleicht erkennen Sie sein Wesen in einem Lächeln, in einer hilfsbereiten Geste oder in der Vergebung, die Tränen kostet. Oft sind unsere Vorstellungen von Gott von unseren eigenen Wünschen geprägt. Wir neigen dazu, Gott und andere Menschen so zu sehen, wie es uns am besten passt.

Die Bibel zeigt, dass Gott den Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen hat. Seit dem Sündenfall bemüht sich der Mensch jedoch, Gott nach seinem eigenen Bild zu formen. Wir übertragen unsere Werte, Meinungen und Überzeugungen auf ihn, um zu tun und zu denken, was uns richtig erscheint. Wir sind dazu erschaffen worden, in einer innigen Beziehung mit Gott zu leben und ihn so zu sehen, wie er wirklich ist – und nicht, wie wir ihn gern hätten. Deshalb ist die entscheidende Frage: Wer und was ist Gott? Wer ist Jesus, und welche Bedeutung hat er für Ihr Leben? Die Antwort darauf prägt unser ganzes Dasein.

Ein Beispiel hierfür ist in den Evangelien zu finden. Jesus zog mit seinen Jüngern von Galiläa hinauf in die Dörfer bei Cäsarea Philippi. Unterwegs fragte er sie: «Wer, sagen die Leute, dass ich sei? Sie aber sprachen zu ihm: Sie sagen, du seiest Johannes der Täufer; andere sagen, du seiest Elia; wieder andere, du seiest einer der Propheten. Und er fragte sie: Ihr aber, wer, sagt ihr, dass ich sei? Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Du bist der Christus! Und er bedrohte sie, dass sie niemandem von ihm sagen sollten» (Markus 8,27-30).

Jesus begann daraufhin, sie zu lehren und erläuterte: «Der Menschensohn muss viel leiden und verworfen werden von den Ältesten und den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten und getötet werden und nach drei Tagen auferstehen. Und er redete das Wort frei und offen. Und Petrus nahm ihn beiseite und fing an, ihm zu wehren» (Vers 31-32).

Petrus hatte erkannt, dass Jesus der Messias ist, doch er wollte vorgeben, wie dieser Messias zu handeln habe. Jesus widersprach entschieden: «Er aber wandte sich um, sah seine Jünger an und bedrohte Petrus und sprach: Geh hinter mich, du Satan! Denn du meinst nicht, was göttlich, sondern was menschlich ist» (Vers 33).

Diese Frage, die Jesus seinen Jüngern stellte, ist bis heute aktuell: Wer ist Jesus? Welche Vollmacht hat er, und weshalb sollten wir ihm vertrauen? Er ist der Mittelpunkt des christlichen Glaubens. Entscheidend ist, den Sohn Gottes und seine wahre Natur zu erkennen. In den folgenden Versen spricht Jesus über Selbstverleugnung, dazu gehört auch, unsere falschen Vorstellungen von Gott loszulassen. Wir sind eingeladen, uns an Jesus zu wenden, statt Gott durch die Brille unserer Vorurteile zu betrachten. In unserer Beziehung zu ihm verändern nicht wir Gott nach unseren Vorstellungen; vielmehr lässt er uns durch seine Gnade neu werden, damit wir uns ihm hingeben und zu dem heranwachsen, wozu er uns geschaffen hat.

Weil Jesus Mensch ist, kann er sich in unsere Schwächen einfühlen; weil er Gott ist, tritt er mit göttlicher Kraft zu unserer Rettung ein. Wer Jesus als Heiland und Erlöser annimmt, kann sicher sein, dass sein Heil nicht wankt. Zum Abschluss bleibt die Frage: Für wen halten Sie, lieber Leser, Jesus? Ist er nur eine historische Gestalt von vor mehr als 2000 Jahren oder ist er Ihr Erlöser, dem Sie vertrauen und gehorchen?

von Jeff Broadnax


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