Ostersonntag

Welche Bedeutung und Wichtigkeit hat die Karwoche? Ich hoffe, dass Ihnen dieser Artikel hilft, sich auf die Feierlichkeiten der Karwoche, die die gute Botschaft von unserem Erretter Jesus Christus so kraftvoll zum Ausdruck bringt, vorzubereiten.

Die Details des Ostersonntags stehen oft zur Debatte: die Chronologie und die Frage, ob man Ostern (in Anbetracht der Tatsache, dass viele Traditionen heidnischen Hintergrunds sind) feiern sollte oder nicht. √Ąltere Gemeindemitglieder der Weltweiten Kirche Gottes (Grace Communion International) k√∂nnen sich vielleicht noch daran erinnern, dass wir zu diesem Thema sogar ein Traktat hatten.

Die meisten Glaubensgeschwister sind heute jedoch der Meinung, dass es ganz und gar nicht heidnisch ist, die Auferstehung von Jesus zur feiern. Schliesslich wird zu Ostern, das Herz des Evangeliums verk√ľndet, indem der wichtigste Moment der Menschheitsgeschichte gefeiert wird. Ein bahnbrechendes Ereignis f√ľr jeden, der jemals gelebt hat. Es ist das Ereignis, dass den entscheidenden Unterschied in unserem Leben macht, jetzt und f√ľr immer. Leider sind Osterfeierlichkeiten oft nur die gek√ľrzte Version des Evangeliums √ľber eine Transaktion, bei der es um die pers√∂nliche Befriedigung und individuelle Erf√ľllung geht. Solche Vorstellungen sagen folgendes aus: Du machst deinen Teil und Gott wird seinen dazu tun. Nimm Jesus als deinen Erl√∂ser an und gehorche ihm und Gott wird dich im Gegenzug hier und jetzt belohnen und dir Zutritt ins ewige Leben gew√§hren. Das h√∂rt sich nach einem ziemlich guten Gesch√§ft an, aber ist es das auch?

Es stimmt, dass Gott unsere S√ľnde wegnimmt und uns im Gegenzug die Gerechtigkeit von Jesus Christus zuspricht, um ewiges Leben zu empfangen. Allerdings ist es alles andere als ein Tauschgesch√§ft. Bei der guten Nachricht geht es nicht um ein Tauschgesch√§ft von G√ľtern und Dienstleistungen zwischen zwei Parteien. Das Evangelium so zu vermarkten, als sei es ein Handel, hinterl√§sst den falschen Eindruck bei den Menschen. Bei dieser Herangehensweise liegt der Fokus auf uns. Ob wir dem Gesch√§ft zustimmen oder nicht, ob wir es uns leisten k√∂nnen oder nicht, oder ob wir uns fragen, ob es den Aufwand wert ist. Im Mittelpunkt sind unsere Entscheidung und unser Handeln. Doch geht es in der Osternachricht nicht in erster Linie um uns, sondern um Jesus. Es geht darum, wer er ist und was er f√ľr uns getan hat.

Zusammen mit den Feierlichkeiten der Karwoche ist der Ostersonntag der Dreh und Angelpunkt der Menschheitsgeschichte. Die Ereignisse haben die Geschichte zu einem anderen Ende geleitet. Die Menschheit und Sch√∂pfung sind auf einen neuen Weg geschickt. Mit dem Tod und der Auferstehung von Jesus Christus hat sich alles ge√§ndert! Ostern ist so viel mehr als eine Metapher f√ľr neues Leben, dass durch Eier, Hasen und die neue Fr√ľhjahrsmode ausgedr√ľckt wird. Die Auferstehung von Jesus war weit mehr als der H√∂hepunkt seines irdischen Wirkens. Die Ereignisse von Ostersonntag l√§uteten eine neue √Ąra ein. An Ostern begann eine neue Phase von Jesus‚Äô Wirken. Jesus l√§dt jetzt alle dazu ein, die ihn als ihren pers√∂nlichen Retter anerkennen, Teil seines Wirkens zu sein und der ganzen Menschheit die gute Nachricht von dem neuen Leben, das Christus bringt, zu verk√ľnden.

Hier die Worte des Apostels Paulus im 2. Korintherbrief:
Darum kennen wir von nun an niemanden mehr nach dem Fleisch; und auch wenn wir Christus gekannt haben nach dem Fleisch, so kennen wir ihn doch jetzt so nicht mehr. Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. Aber das alles von Gott, der uns mit sich selber vers√∂hnt hat durch Christus und uns das Amt gegeben, das die Vers√∂hnung predigt. Denn Gott war in Christus und vers√∂hnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre S√ľnden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Vers√∂hnung. So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch vers√∂hnen mit Gott! Denn er hat den, der von keiner S√ľnde wusste, f√ľr uns zur S√ľnde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit w√ľrden, die vor Gott gilt.

Als Mitarbeiter aber ermahnen wir euch, dass ihr die Gnade Gottes nicht vergeblich empfangt. ‚Äě Denn er spricht (Jes 49,8): ¬ĽIch habe dich zur Zeit der Gnade erh√∂rt und habe dir am Tage des Heils geholfen.¬ę Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist der Tag des Heils!‚Äú (2. Kor 5,15-6,2).

Von Anfang an war es Gottes Plan, die Menschheit zu erneuern und der H√∂hepunkt dieses Plans war die Auferstehung von Jesus Christus. Dieses Ereignis vor ungef√§hr 2000 Jahren hat die Geschichte, Gegenwart und Zukunft umgeformt. Heute leben wir in der Zeit der Gnade und es ist eine Zeit, in der wir als Nachfolger von Jesus dazu aufgerufen sind, missionarisch zu leben und ein sinnvolles und bedeutungsvolles Leben zu f√ľhren.¬†¬† ¬†

von Joseph Tkach


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