Ich bin ein Süchtiger

488 ich bin ein süchtigerEs ist sehr schwer für mich zuzugeben, dass ich süchtig bin. Während meines ganzen Lebens habe ich mich selbst und meine Umgebung belogen. Auf diesem Weg bin ich auf viele Süchtige gestossen, die abhängig von verschiedenen Dingen wie Alkohol, Kokain, Heroin, Marihuana, Tabak, Facebook und vielen anderen Drogen sind. Glücklicherweise konnte ich eines Tages der Wahrheit ins Gesicht sehen. Ich bin süchtig. Ich brauche Hilfe!

Die Ergebnisse der Sucht sind bei allen Personen, die ich beobachtet habe, immer die gleichen. Ihr Körper und ihre Lebenssituation beginnen sich zu verschlechtern. Die Beziehungen der Abhängigen wurden völlig zerstört. Die einzigen Freunde, die für die Süchtigen übrig bleiben, wenn man sie so nennen kann, sind Drogenhändler oder Lieferanten des Alkohols. Einige der Süchtigen werden von ihren Drogenhändlern durch Prostitution, Verbrechen und andere illegale Machenschaften völlig versklavt. Zum Beispiel prostituierte sich Thandeka (Name geändert) für Nahrung und Drogen von ihrem Zuhälter, bis jemand sie aus diesem schrecklichen Leben rettete. Das Denken des Süchtigen ist ebenfalls betroffen. Manche beginnen zu halluzinieren, Dinge zu sehen und zu hören, die es nicht gibt. Ein Leben von Drogen ist das einzige, was für sie zählt. Sie fangen tatsächlich an ihre Hoffnungslosigkeit zu glauben und reden sich ein, Drogen sind gut und sollten legalisiert werden, damit jeder sie geniessen kann.

Jeden Tag ein Kampf

Alle Menschen die ich kenne, die es aus der Sucht schafften, erkennen ihre missliche Lage und Abhängigkeit und finden jemanden, der Mitleid mit ihnen hat und sie aus der Drogenhöhle direkt in das Rehabilitationszentrum bringen. Ich habe Leute getroffen, die eine Heilanstalt für Suchtkranke betreiben. Viele von ihnen sind Ex-Abhängige. Sie sind die Ersten, die zugeben, dass selbst nach 10 Jahren ohne Drogen jeder Tag ein Kampf bleibt, um sauber zu bleiben.

Meine Art von Sucht

Meine Sucht begann mit meinen Vorfahren. Jemand sagte ihnen, sie sollten von einer bestimmten Pflanze essen, weil diese sie weise machen würde. Nein, die Pflanze war nicht Cannabis, noch war es die Coca-Pflanze, aus der Kokain hergestellt wird. Doch sie hatte ähnliche Konsequenzen für sie. Sie sind aus der Beziehung zu ihrem Vater herausgefallen und haben der Lüge geglaubt. Nachdem sie von dieser Pflanze gegessen hatten, wurden ihre Körper süchtig. Ich habe die Sucht von ihnen geerbt.

Lassen Sie mich erzählen, wie ich von meiner Sucht erfahren habe. Nachdem mein Bruder, der Apostel Paulus, erkannt hatte, dass er süchtig war, begann er Briefe an seine Brüder und Schwestern zu schreiben, um uns vor der Sucht zu warnen. Alkoholabhängige werden als Alkoholiker bezeichnet, andere als Junkies, Crackpots oder Dopers. Diejenigen mit meiner Art von Sucht werden Sünder genannt.

In einem seiner Briefe sagte Paulus: "Deshalb, wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben“ (Röm 5,12 LUT). Paulus erkannte, dass er ein Sünder war. Wegen seiner Sucht, seiner Sünde, war er damit beschäftigt, seine Brüder zu töten und andere ins Gefängnis zu bringen. In seinem verdorbenen, süchtigen (sündigen) Verhalten dachte er, er würde etwas Gutes tun. Wie alle Süchtigen brauchte Paulus jemanden, der ihm zeigte, dass er Hilfe brauchte. Eines Tages, als er auf einer seiner mörderischen Reisen nach Damaskus unterwegs war, traf Paulus den Mann Jesus (Apg 9,1-5). Seine ganze Lebensaufgabe bestand darin, Süchtige wie mich von unserer Sündenabhängigkeit zu befreien. Er kam in das Haus der Sünde, um uns herauszunehmen. Wie der Mann, der in das Bordell ging, um Thandeka aus der Prostitution zu holen, kam er und lebte unter uns Sündern, damit er uns helfen konnte.

Hilfe Jesu annehmen

Leider dachten einige, zu der Zeit, als Jesus im Haus der Sünde lebte, sie brauchen seine Hilfe nicht. Jesus sagte: "Ich bin nicht gekommen, um Gerechte zu rufen; ich bin gekommen, um Sünder zur Umkehr zu rufen" (Lk 5,32 GNÜ). Paulus kam zur Besinnung. Er erkannte, dass er Hilfe brauchte. Seine Sucht war so stark, dass er, obwohl er aufhören wollte, genau die Dinge tat, die er verabscheute. In einem seiner Briefe beklagte er seinen Zustand: "Denn ich weiss nicht, was ich tue. Denn ich tue nicht, was ich will; sondern was ich hasse, das tue ich" (Röm 7,15 LUT). Wie die meisten Süchtigen, erkannte Paulus, dass er nicht anders konnte. Selbst wenn er in der Reha war (einige Sünder nennen es Kirche), blieb die Sucht so stark, dass er hätte aufgeben können. Er erkannte, Jesus meinte es ernst, ihm zu helfen, diesem Leben der Sünde ein Ende zu setzten.

„Ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das widerstreitet dem Gesetz in meinem Verstand und hält mich gefangen im Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist. Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem Leib des Todes? Dank sei Gott durch Jesus Christus, unsern Herrn! So diene ich nun mit dem Verstand dem Gesetz Gottes, aber mit dem Fleisch dem Gesetz der Sünde“ (Röm 7,23-25 LUT).

Wie Marihuana, Kokain oder Heroin macht diese sündhafte Droge süchtig. Wenn Sie einen Alkoholiker oder Drogenabhängigen gesehen haben, werden Sie erkannt haben, diese sind total abhängig und versklavt. Sie haben die Kontrolle über sich verloren. Wenn ihnen niemand Hilfe anbietet und sie nicht erkennen, dass sie Hilfe brauchen, werden sie durch ihre Sucht zugrunde gehen. Als Jesus einigen Sündensüchtigen wie mir Hilfe anbot, dachten einige, sie seien keine Sklaven für irgendetwas oder irgendjemanden.

Jesus sagte zu den Juden, die an ihn glaubten: „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen. Da antworteten sie ihm: Wir sind Abrahams Nachkommen und sind niemals jemandes Knecht gewesen. Wie sprichst du dann: Ihr sollt frei werden?“ (Joh 8,31-33 LUT)

Ein Drogensüchtiger ist ein Sklave der Droge. Er hat nicht mehr die Freiheit zu entscheiden, ob er die Droge nehmen soll oder nicht. Gleiches gilt für Sünder. Paulus beklagte die Tatsache, dass er wusste, dass er nicht sündigen sollte, doch er tat genau das, was er nicht tun wollte. Jesus antwortete ihnen und sprach: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer Sünde tut, der ist der Sünde Knecht“ (Joh 8,34 LUT).

Jesus wurde ein Mensch, um die Menschen aus dieser Sklaverei der Sünde zu befreien. "Zur Freiheit hat Christus uns befreit! Bleibt daher standhaft und lasst euch nicht wieder unter das Joch der Sklaverei zwingen!" (Gal 5,1 GNÜ) Sehen Sie, als Jesus als Mensch geboren wurde, kam er, um unsere Menschlichkeit zu verändern, damit wir nicht länger sündhaft sind. Er lebte ohne Sünde und wurde niemals ein Sklave. Er bietet das „sündenfreie Menschsein“ jetzt allen Menschen kostenlos an. Das ist die gute Nachricht.

Die Sucht erkennen

Vor ungefähr 25 Jahren wurde mir klar, dass ich süchtig nach Sünde bin. Ich erkannte, dass ich ein Sünder war. Wie Paulus erkannte ich, dass ich Hilfe brauchte. Einige genesende Süchtige sagten mir, dass es dort ein Reha-Zentrum gäbe. Sie sagten mir, wenn ich käme, könnte ich von denen ermutigt werden, die auch versuchten, ein Leben der Sünde hinter sich zu lassen. Ich fing an, sonntags an ihren Treffen teilzunehmen. Es war nicht einfach. Ich sündige immer noch von Zeit zu Zeit, aber Jesus sagte mir, ich müsse mich auf sein Leben konzentrieren. Er nahm mein sündiges Leben und machte es sich zu Eigen und er gab mir sein sündenloses Leben.

Das Leben, das ich jetzt lebe, lebe ich, indem ich auf Jesus vertraue. Dies ist das Geheimnis von Paulus. Er schreibt: "Ich bin mit Christus gekreuzigt. Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben" (Gal 2,20 LUT).

Ich habe erkannt, dass ich in diesem süchtigen Körper keine Hoffnung habe. Ich brauche ein neues Leben. Ich bin mit Jesus Christus am Kreuz gestorben und mit ihm in der Auferstehung zu einem neuen Leben im Heiligen Geist auferstanden und eine neue Schöpfung geworden. Am Ende wird er mir jedoch einen brandneuen Körper geben, der nicht länger der Sünde versklavt wird. Er hat sein ganzes Leben ohne Sünde gelebt.

Sie sehen die Wahrheit, Jesus hat Sie bereits befreit. Die Erkenntnis der Wahrheit befreit. „Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen" (Joh 8,32 LUT). Jesus ist die Wahrheit und das Leben! Sie müssen nichts tun, damit Jesus Ihnen helfen kann. Tatsächlich starb er für mich, als ich noch ein Sünder war. "Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme. Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen“ (Eph 2,8-10 LUT).

Ich weiss, viele Leute sehen auf Süchtige herab und verurteilen sie sogar. Jesus tut dies nicht. Er sagte, er sei gekommen, um die Sünder zu retten, nicht um sie zu verurteilen. "Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde" (Joh 3,17 LUT).

Das Weihnachtsgeschenk annehmen

Wenn Sie von einer Sucht, sprich Sünde, betroffen sind, dürfen Sie wissen und erkennen, Gott liebt Sie ausserordentlich mit oder ohne Suchtprobleme. Der erste Schritt zur Genesung ist der, dass Sie sich von Ihrer selbstgewählten Unabhängigkeit von Gott lösen und in die totale Abhängigkeit von Jesus Christus begeben. Jesus füllt Ihre Leere und Ihr Manko aus, welches Sie mit irgendetwas anderem als Ersatz aufgefüllt haben. Er füllt es durch den Heiligen Geist mit sich selber aus. Die totale Abhängigkeit von Jesus macht sie völlig unabhängig von allem anderem!

Der Engel sagte: „Maria wird einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Jesus nennen, denn er wird sein Volk retten von seinen Sünden“ (Mt 1,21 LUT). Der Messias, der die seit Jahrhunderten erflehte Rettung bringt, ist jetzt da. „Euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids“ (Luk. 2,11 LUT). Das grösste Geschenk Gottes für Sie ganz persönlich! Frohe Weihnachten!

von Takalani Musekwa


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