Die Kraft des Salzes
Salz zählt zu den essenziellen Mineralstoffen: Es steuert den Wasserhaushalt, unterstützt die Verdauung und ermöglicht die Weiterleitung von Impulsen in Muskel- und Nervenzellen. Jesus veranschaulichte, dass Salz ohne Würzkraft keinen Wert mehr besitzt: «Das Salz ist gut; wenn aber das Salz nicht mehr salzt, womit werdet ihr’s würzen? Habt Salz bei euch und habt Frieden untereinander» (Mk 9,50). In manchen Regionen der Erde ist Salz ein seltenes Gut. Ein Sprichwort eines kongolesischen Volksstammes lautet: «Achtet die Kräuter nicht gering, diese könnten sich noch als nützlich erweisen». Sollte kein Salz verfügbar sein, können spezielle Kräuter zur Würzung von Speisen verwendet werden. Wodurch sollen sich die Jünger Jesu auszeichnen? «Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nütze, als dass man es wegschüttet und lässt es von den Leuten zertreten» (Mt 5,13).
Was heisst das konkret? Salz verleiht vornehmlich Speisen Geschmack, denen es sonst an Aroma mangeln würde. Bereits Hiob fragt: «Lässt sich etwa Fades ohne Salz essen? Oder findet man am Eiweiss irgendwelchen Geschmack?» (Hiob 6,6). Die Antwort ist eindeutig: Nein.
Darum würzt man das Eiweiss, bevor man es verzehrt. Daraus ergibt sich das Bild: Christinnen und Christen sind das Salz der Erde. Ihre Aufgabe besteht darin, der Welt aus Gottes Sicht Geschmack zu verleihen: «Eure Rede sei allezeit wohlklingend und mit Salz gewürzt, dass ihr wisst, wie ihr einem jeden antworten sollt» (Kol 4,6).
Liebe Leserin, lieber Leser, setzen Sie die empfangene Gnade Gottes zum Wohl Ihrer Mitmenschen ein, damit sie reiche Frucht trägt und dieser Welt den wohltuenden Geschmack göttlicher Liebe schenkt, sichtbar, beständig, hoffnungsvoll und wirksam.
von James Henderson
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