Jesus Christus ist der Weg

932 jesus christus ist der wegIn meiner Wohngegend gibt es zahlreiche Fusswege, auf denen ich frei durch die Landschaft gehen kann. Man nennt sie Wegrechte. Sie geben uns allen das gesetzliche Recht, diese Wege zu benutzen, auch wenn sie über öffentliches oder privates Land führen. Es ist eine Freude, im Frühling und Sommer auf ihnen unterwegs zu sein und die Schönheit der Natur zu geniessen. Es ist nicht das wichtigste Recht, das wir als Bürger haben, doch es ist eines, für das ich sehr dankbar bin.

Wenn wir Gott für die Rechte danken, die uns gegeben sind, gibt es ein Recht, das uns auf unserem Lebensweg mit grosser Freude erfüllen sollte. Gott hat uns das Recht geschenkt, seine Kinder zu werden: «Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden: denen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus menschlichem Geblüt noch aus dem Willen des Fleisches noch aus dem Willen eines Mannes, sondern aus Gott geboren sind» (Joh 1,12-13).

Durch die Sünde wurde die Menschheit von Gott getrennt. Gott hat dennoch nie aufgehört, die Menschen als seine Kinder zu lieben. In Christus wird diese Beziehung offenbart, wiederhergestellt und vollendet. Schon im Buch Jesaja finden wir Hinweise auf einen Weg zurück zu Gott: «Es wird dort eine Bahn sein und ein Weg, der der heilige Weg heissen wird» (Jesaja 35,8).

Dieser Weg des Christentums, wie er in der Apostelgeschichte häufig genannt wird, ist der geheiligte Weg, der uns von der Sünde zurück zu Gott führt: «Das bekenne ich dir aber, dass ich nach dem Weg, den sie eine Sekte nennen, dem Gott meiner Väter so diene» (Apg 24,14).

Dieser Weg ist kein schlammiger Pfad, der sich durch Felder und Wälder schlängelt und Gefahr läuft, von verärgerten Landbesitzern umgepflügt zu werden. Vielmehr ist dieser Weg eine Person – Jesus Christus. Wie Jesus selbst erklärte: «Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich» (Joh 14,6).

Jesus ist unser lebendiger Weg. Er nahm sich unserer Schwachheit und Sünde an und überwand die Entfremdung und Trennung zwischen uns und dem Vater. Er lebte in vollkommenem Gehorsam gegenüber dem Vater. Mitten in unserer Sünde führte er ein Leben in völliger Heiligkeit, von seiner Geburt bis zu seinem Tod. In ihm und durch seine Gerechtigkeit führt er uns zurück zu Gott. Das Leben kann Gefahren und Bedrängnisse mit sich bringen. In Jesus Christus sind wir geborgen. In ihm stehen wir fest auf dem Weg. Darum ist es nicht verwunderlich, dass die ersten Christen als Anhänger des Weges bekannt waren. Sie erkannten Jesus nicht nur als ihren Weg, sondern auch als den Weg des Lebens. Dieses Leben wird als Antwort auf seine Liebe geführt.

von Hilary Buck


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