Er schafft es!

522 er schafft esTief in unserem Innern spüren wir eine Sehnsucht nach Frieden und Freude, aber wir leben auch heute in einer Zeit, die von Verunsicherung und Irrsinn geprägt ist. Wir sind wissbegierig und werden angesichts des schieren Umfangs an Informationen völlig überwältigt. Unsere Welt wird immer komplizierter und verworrener. Wer weiss denn noch, was oder wem man glauben kann? Viele Weltpolitiker spüren, dass die rasch verändernden politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse sie überfordern. Auch wir fühlen uns nicht in der Lage, in dieser zunehmend komplexen Gesellschaft an Veränderungen mitzuwirken. Ein Gefühl von wirklicher Sicherheit in dieser Zeit gibt es nicht. Immer weniger Menschen vertrauen dem Justizwesen. Terrorismus, Kriminalität, politische Intrigen und Korruption bedrohen die Sicherheit jedes einzelnen.

Wir sind längst an Dauerwerbung im 30 Sekunden Takt gewöhnt und werden ungeduldig, wenn jemand länger als zwei Minuten zu uns spricht. Gefällt uns etwas nicht mehr, wechseln wir die Arbeitsstelle, die Wohnung, das Hobby oder den Ehepartner. Es ist schwer, innezuhalten und den Moment zu geniessen. Schnell überfällt uns die Langeweile, weil eine Unruhe tief im Innern unserer Persönlichkeit steckt. Wir verehren die Götzen des Materialismus und liefern uns „Gottheiten“ aus, die uns ein gutes Gefühl verschaffen, indem sie unsere Bedürfnisse und Wünsche befriedigen. In dieser Welt voller Wirren hat Gott sich mit vielen Zeichen und Wundern offenbart und doch glauben viele nicht an ihn. Martin Luther hat einmal gesagt, dass die Inkarnation aus drei Wundern bestehe: „Das erste sei, dass Gott Mensch wurde; das zweite, dass eine Jungfrau Mutter wurde und das dritte, dass Menschen dies von ganzem Herzen glauben“.

Der Arzt Lukas hatte nachgeforscht und aufgeschrieben, was er von Maria gehört hatte: „Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria, du hast Gnade bei Gott gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben. Der wird gross sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben. Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, da ich doch von keinem Mann weiss? Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden“ (Lk 1,30-35). Der Prophet Jesaja hatte dies vorausgesagt (Jes 7,14). Nur durch Jesus Christus konnte die Prophezeiung in Erfüllung gehen.

Der Apostel Paulus schrieb über Jesu Kommen an die Gemeinde in Korinth: „Denn Gott, der sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, dass durch uns entstünde die Erleuchtung zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi“ (2. Kor 4,6). Betrachten wir nachfolgend, was der Prophet Jesaja im Alten Testament über die Wesensmerkmale Christi, des „Gesalbten“ (griech. Messias) für uns aufgeschrieben hat:

„Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heisst Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst; auf dass seine Herrschaft gross werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich, dass er's stärke und stütze durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Solches wird tun der Eifer des HERRN Zebaoth“ (Jes 9,5-6).

Wunder-Rat

Er ist buchstäblich der „Wunder-Ratgeber”. Er gibt uns Trost und Stärke für alle Zeit und Ewigkeit. Der Messias ist selbst ein „Wunder“. Das Wort bezieht sich auf das, was Gott getan hat, nicht was Menschen getan haben. Er selbst ist Gott. Dieses Kind, das uns geboren wurde, ist ein Wunder. Er regiert mit unfehlbarer Weisheit. Er braucht keinen Berater oder ein Kabinett; er ist selbst Berater. Brauchen wir Weisheit in dieser Stunde der Not? Hier ist der Berater, der diesen Namen verdient. Er bekommt kein Burnout. Er befindet sich immer im Dienst. Er ist die unendliche Weisheit. Er ist der Treue würdig, denn sein Rat geht über menschliche Grenzen hinaus. Jesus lädt alle ein, die einen wunderbaren Ratgeber brauchen, zu ihm zu kommen. „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht“ (Mt 11,28-30).

Gott-Held

Er ist der allmächtige Gott. Er ist buchstäblich der „Gott-Held“. Der Messias ist der uneingeschränkt mächtige, lebendige, wahre Gott, allgegenwärtig und allwissend. Jesus sagte: „Ich und der Vater sind eins“ (Joh 10,30). Der Messias selbst ist Gott und fähig, alle zu retten, die ihm vertrauen. Ihm steht nicht weniger als die ganze Allmacht Gottes zur Verfügung. Was er sich vorgenommen hat, kann er auch ausführen.

Ewig-Vater

Er ist für immer ein Vater. Er ist liebevoll, besorgt, zärtlich, treu, weise, ein Führer, Versorger und Beschützer. In Psalm 103,13 lesen wir: „Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der HERR über die, die ihn fürchten“.

Für diejenigen, die um ein positives Vaterbild ringen – hier ist derjenige, der diesen Namen verdient. Wir können vollkommene Sicherheit in einer engen Liebesbeziehung mit unserem ewigen Vater haben. Der Apostel Paulus ermahnt uns im Römerbrief mit diesen Worten: „Denn ihr habt nicht einen Geist der Sklaverei empfangen, von neuem zur Furcht, sondern habt einen Geist der Sohnschaft empfangen, durch den wir rufen: "Abba, Vater!" Ja, der Geist selbst bezeugt zusammen mit unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind. Wenn wir aber Kinder sind, sind wir auch Erben – Erben Gottes und Miterben mit Christus. Dazu gehört allerdings, dass wir jetzt mit ihm leiden; dann werden wir auch an seiner Herrlichkeit teilhaben“ (Röm 8,15-17 NGÜ).

Friede-Fürst

Er regiert über sein Volk mit Frieden. Sein Friede besteht ewig. Er ist die Verkörperung des Friedens, deshalb regiert er über sein erlöstes Volk als ein Fürst, der Frieden schafft. In seiner Abschiedsrede vor seiner Gefangennahme sagte Jesus zu seinen Jüngern: „Meinen Frieden gebe ich euch“ (Joh 14,27). Durch den Glauben kommt Jesus in unsere Herzen und schenkt uns seinen vollkommenen Frieden. In dem Augenblick, wo wir ihm ganz vertrauen, schenkt er uns diesen unbeschreiblichen Frieden.  

Sind wir auf der Suche nach jemandem, der unsere Unsicherheit beseitigt und uns Weisheit gibt? Haben wir das Christus-Wunder verloren? Haben wir das Gefühl, dass wir in einer Zeit geistlicher Armut leben? Er ist unser Wunder-Rat. Vertiefen wir uns in sein Wort und hören wir auf das Wunder seines Rates.

Wenn wir an Jesus Christus glauben, vertrauen wir auf den allmächtigen Gott. Fühlen wir uns hilflos in einer verunsicherten Welt, die im Aufruhr ist? Tragen wir eine schwere Last, die wir allein nicht tragen können? Der allmächtige Gott ist unsere Stärke. Es gibt nichts, was er nicht tun kann. Er kann alle retten, die ihm vertrauen.

Wenn wir an Jesus Christus glauben, haben wir einen ewigen Vater. Fühlen wir uns als Waisenkinder? Fühlen wir uns schutzlos? Wir haben jemanden, der uns immer liebt, um uns sorgt und sich für das einsetzt, was das Beste für uns ist. Unser Vater wird uns nie verlassen noch versäumen. Durch ihn haben wir ewige Sicherheit.

Wenn wir auf Jesus Christus vertrauen, ist er unser Friede-Fürst als unser König. Sind wir ängstlich und finden keine Ruhe? Brauchen wir einen Hirten in schweren Zeiten? Es gibt nur Einen, der uns tiefen und dauerhaften inneren Frieden schenken kann.

Gelobt sei unser Wunder-Rat, Friede-Fürst, Ewig-Vater und Gott-Held!

von Santiago Lange


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