Unsere Kronen niederlegen

KronenWie oft haben Sie in Ihrem Leben selbst schon einmal eine Krone getragen? Vielleicht am Dreikönigstag, an einem Kindergeburtstag oder bei einer Theateraufführung. Wie hat sich das angefühlt? Dieses Empfinden muss nicht an eine buchstäbliche Krone gebunden sein. Es kann ebenso mit einer Beförderung, einer Auszeichnung, einer besonderen Leistung oder auch mit Stolz verbunden sein. Viele von uns tragen Kronen im übertragenen Sinn und wünschen sich im Stillen, es wären sichtbare Kronen, damit andere sie wahrnehmen.

Olympioniken kämpfen um Medaillen. In den Spielen der Antike trugen sie bei der Olympiade in Griechenland zusätzlich Kronen aus Olivenzweigen, um ihre Ehre zu zeigen. Wir Christen laufen um eine Krone, die nicht vergeht: «Wisst ihr nicht: Die im Stadion laufen, die laufen alle, aber nur einer empfängt den Siegespreis? Lauft so, dass ihr ihn erlangt. Jeder aber, der kämpft, enthält sich aller Dinge; jene nun, damit sie einen vergänglichen Kranz empfangen, wir aber einen unvergänglichen» (1. Kor 9,24-25).

Die Kronen, die wir im Lauf unseres Lebens gewinnen, können glänzen und uns erfreuen. Trotzdem bleiben sie vergänglich und verlieren mit der Zeit ihren Glanz. Die Bibel zeigt, dass es im Leben weitere Arten von Kronen gibt: «Graue Haare sind eine Krone der Ehre; auf dem Weg der Gerechtigkeit wird sie gefunden» (Spr 16,31).

Enkelkinder werden als Krone der Grosseltern beschrieben: «Der Alten Krone sind Kindeskinder, und der Kinder Ehre sind ihre Väter» (Spr 17,6).

Paulus schrieb an Timotheus: «Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten; hinfort liegt für mich bereit die Krone der Gerechtigkeit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag geben wird, nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung lieb haben» (2. Tim 4,7-8).

Jakobus sagt, dass diejenigen, die Gott lieben, eine Krone des Lebens empfangen werden: «Selig ist, wer Anfechtung erduldet; denn nachdem er bewährt ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, die Gott verheissen hat denen, die ihn lieb haben» (Jak 1,12).

Jesus trug auf dem Weg zum Kreuz eine Dornenkrone. Heute ist er erhöht und sitzt auf dem Thron. Er trägt eine Krone aus Gold. Deshalb legen die vierundzwanzig Ältesten ihre Kronen nieder und beten ihn an: «Und wenn die Wesen Preis und Ehre und Dank geben dem, der auf dem Thron sitzt, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, fallen die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem, der auf dem Thron sitzt, und beten den an, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und legen ihre Kronen nieder vor dem Thron und sprechen: Herr, unser Gott, du bist würdig, zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen waren sie und wurden sie geschaffen» (Offb 4,9-11).

Wenn wir in diesem Monat über den Tod und die Auferstehung Jesu nachdenken, schliessen wir uns den 24 Ältesten an und legen unsere Kronen zu Füssen unseres Erlösers Jesus Christus.

von Tammy Tkach


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