Welche sind die guten Gaben?

496 welche sind die guten gabenDer Apostel Jakobus schreibt in seinem Brief: „Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel des Lichts und der Finsternis“ (Jak 1,17 LUT).

Wenn ich Gottes Gaben betrachte, dann erkenne ich, dass er Leben hervorbringt. Das Licht, die Herrlichkeit der Natur, die goldenen Sonnenaufgänge, die kräftigen Farben der Sonnenuntergänge über schneebedeckten Gipfeln, das satte Grün der Wälder, das Meer von Farben auf einer Wiese voller Blumen. Ich sehe viele andere Dinge, die wir alle nur bewundern können, wenn wir uns etwas Zeit für sie nehmen. Gott schenkt uns alle diese Dinge im Überfluss, unabhängig davon, welche Überzeugung Sie vertreten. Der Gläubige, der Atheist, der Agnostiker, der Nichtgläubige und der Andersgläubige, sie alle können sich an diesen guten Gaben erfreuen. Gott lässt es regnen über die Gerechten und die Ungerechten. Er gibt diese guten Gaben allen Menschen.

Überlegen Sie, über welche erstaunlichen Fähigkeiten Menschen verfügen, sei es auf dem Gebiet der Technologie, des Bauwesens, des Sports, der Musik, der Literatur, der Künste – die Liste hat kein Ende. Gott hat jedem Menschen Fähigkeiten gegeben. Menschen unterschiedlichster Herkunft wurden reichlich gesegnet. Woher sonst kommen diese Fähigkeiten, wenn nicht vom Vater des Lichts, dem Geber aller guten Gaben?

Doch andererseits gibt es viel Leid und Kummer in der Welt. Menschen haben sich in einen Strudel von Hass, Gier, Rücksichtslosigkeit und Dingen hineinziehen lassen, die grosses Leid verursachen. Man braucht sich nur die Welt und ihre politischen Ausrichtungen anzusehen, um zu erkennen, wie ernst es steht. Wir sehen sowohl das Gute als auch das Schlechte in der Welt und in der menschlichen Natur.

Welche schönen Geschenke gibt Gott den Gläubigen, dem Gutes wie Schlechtes in dieser Welt begegnet? Dies sind gerade die Menschen, an die sich Jakobus wendet, um sie zu ermutigen, es als einen ganz besonderen Grund zur Freude anzusehen, wenn sie Prüfungen verschiedenster Art durchmachen müssen.

Die Errettung

Zuallererst steht das Wort Jesus, dass derjenige, der an den eingeborenen Sohn Gottes glaubt, gerettet wird. Gerettet wovon? Er oder sie wird gerettet vom Lohn der Sünde, welcher der ewige Tod ist. Desgleichen sprach Jesus über den Zöllner, der im Tempel stand und an seine Brust schlug und sprach: „Gott, sei mir Sünder gnädig!“ Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt hinab in sein Haus (Lk 18,1314).

Die Gewissheit der Vergebung

Aufgrund unserer falschen Taten mühen wir uns leider schuldbeladen durchs Leben. So mancher versucht, seine Schuld zu rechtfertigen, doch sie bleibt.

Es gibt viele Gründe, warum uns unsere Verfehlungen der Vergangenheit nicht in Ruhe lassen. Deshalb gehen einige Leute zu Psychologen, um Lösungen zu suchen. Keine menschliche Beratung kann das tun, was das vergossene Blut Jesu ermöglicht. Nur durch Jesus können wir die Gewissheit haben, dass uns alles vergeben ist, in unserer Vergangenheit und Gegenwart, sogar in unserer Zukunft. Nur in Christus sind wir frei. Wie Paulus sagte, gibt es keine Verdammnis für die, die in Christus sind (Röm 8,1).

Darüber hinaus haben wir die Zusicherung, dass wenn wir wieder sündigen und „unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit“ (1. Joh 1,9).

Der Heilige Geist

Jesus sagte auch, dass uns der Vater des Lichts und Geber guter Gaben, das Geschenk des Heiligen Geistes geben wird – so viel mehr als unsere menschlichen Eltern für uns tun können. Er versicherte seinen Jüngern, er gehe zwar weg, aber die Verheissung seines Vaters, wie sie in Joel 3,1 prophezeit wurde, werde erfüllt, was am Pfingsttag geschah. Der Heilige Geist kam auf sie herab und ist seitdem in und mit allen gläubigen Christen.

Wenn wir Christus annehmen und den Heiligen Geist empfangen haben, dann haben wir nicht einen Geist der Furcht erhalten, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit (2. Tim 1,7). Diese Kraft befähigt uns, den Angriffen des Bösen zu widerstehen, sich ihm zu widersetzen, so flieht er von uns.  

Die Liebe

Galater 5,22-23 beschreibt, welche Frucht der Heilige Geist in uns hervorbringt. Es gibt neun Aspekte dieser Frucht, beginnend mit und eingebettet in der Liebe. Weil Gott uns zuerst geliebt hat, sind wir befähigt, „den Herrn, unseren Gott, von ganzem Herzen und unseren Nächsten wie uns selbst zu lieben“. Die Liebe ist derart wichtig, dass Paulus in 1. Korinther 13 eine Definition über sie verfasst hat und beschrieb, was wir durch sie sein können. Er kommt zu dem Schluss, dass es drei Dinge gibt, die bleiben – Glaube, Hoffnung und Liebe, aber die Liebe ist die grösste unter ihnen.

Ein gesunder Verstand

Dieser erlaubt uns, in der Hoffnung auf die Errettung, Erlösung und das ewige Leben als Kinder des lebendigen Gottes zu leben. Wenn Schwierigkeiten auftreten, kann es geschehen, dass wir verwirrt werden und sogar die Hoffnung verlieren, doch wenn wir auf den Herrn harren, wird er uns hindurchtragen.

Nach gut siebzig Jahren, in denen ich als engagierter Christ ein gesegnetes Leben führen durfte, kann ich mich den Worten König Davids anschliessen: „Der Gerechte muss viel erleiden, aber aus alledem hilft ihm der HERR“ (Ps 34,20). Es gab Zeiten, in denen ich nicht wusste, wie ich beten sollte, also musste ich still abwarten und wenn ich dann zurückblickte, konnte ich sehen, dass ich nicht allein war. Selbst als ich Gottes Existenz in Frage stellte, wartete er geduldig darauf, mir aus der Krise zu helfen und mich aufschauen zu lassen, damit ich die Grösse seiner Herrlichkeit und Schöpfung sehen konnte. In einer solchen Situation hatte er Hiob gefragt: „Wo warst du, als ich die Erde gründete?“ (Hiob 38,4).

Der Friede

Jesus sagte auch: „Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. […] Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht“ (Joh 14,27). In den schlimmsten Nöten gibt er uns Frieden, der weit über alles Verstehen hinausreicht.

Die Hoffnung

Dazu gibt er uns als höchstes Geschenk ewiges Leben und die freudige Hoffnung, ewig bei ihm zu sein, wo es kein Leid und keine Schmerzen mehr geben wird und wo alle Tränen abgewischt sein werden (Offb 21,4).

Errettung, Vergebung, Frieden, Hoffnung, Liebe und ein gesunder Verstand sind nur einige der guten Gaben, die dem Gläubigen versprochen sind. Sie sind sehr real. Noch realer als sie alle ist Jesus. Er ist unsere Errettung, unsere Vergebung, unser Frieden, unsere Hoffnung, unsere Liebe und unser gesunder Verstand – das allerbeste und vollkommene Geschenk, das vom Vater kommt.

Menschen, die nicht zu den Gläubigen zählen, ob Atheisten, Agnostiker oder Andersgläubige, sollen sich auch dieser guten Gaben erfreuen. Durch die Annahme des Angebotes zur Errettung durch den Tod und die Auferstehung Jesu Christi und im Vertrauen, dass Gott ihnen den Heiligen Geist gibt, werden sie ein neues Leben und die göttliche Beziehung mit dem dreieinigen Gott erfahren, welcher der Geber aller gute Gaben ist. Sie haben die Wahl.

von Eben D. Jacobs


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