Gute Frucht tragen

Christus ist der Weinstock, wir sind die Reben!
Schon seit 10.000 Jahren werden Weintrauben geerntet, um Wein herzustellen. Das ist ein schwieriger Prozess, denn es erfordert einen erfahrenen Kellermeister, guten Boden und perfektes Timing. Der Weingärtner beschneidet und reinigt die Weinreben und beobachtet das Heranreifen der Trauben, um den genauen Zeitpunkt für die Ernte zu bestimmen. Es steckt viel harte Arbeit dahinter, aber wenn alles richtig gemacht wurde, dann war es die Mühe wert.

Jesus kannte sich mit gutem Wein aus. Sein erstes Wunder war die Verwandlung von Wasser in den besten Wein, der je gekostet wurde. Doch bei dem, worauf es ihm ankommt, geht es um mehr als das. Im Johannesevangelium lesen wir, wie er seine Beziehung zu jedem von uns beschreibt: Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Weingärtner. Eine jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, wird er wegnehmen; und eine jede, die Frucht bringt, wird er reinigen, dass sie mehr Frucht bringe (Joh. 15,1-2).

Wie ein gesunder Weinstock versorgt uns Jesus mit einem stetigen Fluss an Lebenskraft und sein Vater agiert als Weingärtner, der weiss, wann und wo er ungesunde, absterbende Zweige wegnehmen muss, damit wir kraftvoller und ungehindert in die richtige Richtung wachsen können. Natürlich tut er dies, damit wir gute Frucht tragen – die Frucht der Präsenz des Heiligen Geistes in unserem Leben. Das ist die Frucht, die auch all die anderen Früchte des Geistes hervorbringt: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.

Wie bei einem guten Wein nimmt der Prozess zur Veränderung unseres Lebens, ausgehend von einem zerbrochenen Gefäss bis zu einem vollendeten Werk der Erlösung, viel Zeit in Anspruch und bis dahin kann der Weg mit schwierigen und schmerzhaften Erfahrungen verbunden sein. Glücklicherweise haben wir einen geduldigen, weisen und liebevollen Erlöser, der sowohl Weinstock als auch Weinbauer ist, und der den Prozess unserer Erlösung mit Gnade und Liebe leitet.

von Joseph Tkach


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