Der Vermittler ist die Botschaft

Immer wieder hat Gott schon vor unserer Zeit auf vielfältige Weise durch die Propheten zu unseren Vorfahren gesprochen. Doch jetzt, in dieser letzten Zeit, sprach Gott durch seinen Sohn zu uns. Durch  ihn schuf Gott Himmel und Erde, und ihn hat er auch zum Erben über alles eingesetzt. In dem Sohn zeigt sich die göttliche Herrlichkeit seines Vaters, denn er ist ganz und gar Gottes Ebenbild  (Hebräerbrief 1, 1 – 3 HFA).

Sozialwissenschaftler verwenden Wörter wie „Moderne“, „Post-Moderne“ oder sogar „Post-Post-Moderne“, um die Zeit, in der wir leben zu beschreiben. Sie empfehlen auch verschiedene Techniken, um mit der jeweiligen Generation zu kommunizieren.

In welcher Zeit wir auch leben, echte Kommunikation ist nur möglich, wenn beide Parteien über das Sprechen und Hören hinaus gelangen, zum Niveau des Verstehens. Sprechen und Hören sind Mittel zum Zweck. Das Ziel der Kommunikation ist echtes Verständnis. Nur weil jemand sich aussprechen konnte und jemandem zuhörte und so seine Pflicht erfüllte, bedeutet dies nicht unbedingt, dass sich diese Personen verstanden haben. Und wenn sie sich nicht wirklich verstanden haben, haben sie auch nicht wirklich kommuniziert, sie haben bloss gesprochen und zugehört, ohne sich zu verstehen.

Mit Gott ist es anders. Gott hört uns nicht nur zu und spricht zu uns über seine Absichten, er kommuniziert mit Verständnis. Er gibt uns als Erstes die Bibel. Das ist nicht irgend ein Buch, es ist die Selbstoffenbarung Gottes an uns. Durch sie übermittelt er uns, wer er ist, wie sehr er uns liebt, wie viel Gaben er gibt, wie wir ihn kennen lernen und unser Leben am besten ordnen können. Die Bibel ist ein Wegweiser zu erfülltem Leben, wie Gott es für seine Kinder vorgesehen hat. Wie grossartig die Bibel auch ist, sie ist doch nicht die höchste Form der Kommunikation.

Die letztendliche Art, wie Gott sich  mitteilt, ist seine persönliche Offenbarung durch Jesus Christus. Wir erfahren davon durch die Bibel. Gott kommuniziert seine Liebe dadurch, dass er einer von uns wurde, mit uns das „Mensch sein“ teilte, unser Leiden, unsere Versuchungen und unsere Sorgen. Jesus nahm unsere Sünden auf sich, vergab sie allen und bereitete für uns einen Platz mit ihm an Gottes Seite.

Sogar Jesu Namen vermittelt Gottes Liebe zu uns. Jesus bedeutet: „Gott ist Rettung.“ Ein anderer, auf Jesu angewandter Name, „Immanuel“, bedeutet „Gott mit uns.“

Jesus ist nicht nur Sohn Gottes, sondern auch das „Wort Gottes“, das uns den Vater und des Vaters Willen offenbart. „Das Wort wurde Mensch und lebte unter uns. Wir selbst haben seine göttliche Herrlichkeit gesehen, wie sie Gott nur seinem einzigen Sohn gibt. In ihm sind Gottes vergebende Liebe und Treue zu uns gekommen.“ (Johannes 1, 14) Nach Gottes Willen „wird jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, für immer leben.“ (Johannes 6, 40) Gott selbst hat für uns die Initiative ergriffen, um ihn kennen lernen zu können. Und er lädt uns ein, mit ihm persönlich zu kommunizieren, indem wir die Schrift lesen, beten und mit anderen, die ihn auch kennen, Gemeinschaft pflegen.

Er kennt uns bereits - ist es nicht an der Zeit nun ihn besser kennen zu lernen?

Gebet:

Heiliger Vater, Du kennst uns innig. Hilf uns, dass wir dich auch so kennen lernen. Amen.

von Joseph Tkach


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